Mittwoch, 31. Mai 2017

Amsterdam - lekker groeten van de Tulip City

Amsterdam, die Stadt auf Wasser gebaut. Im Rahmen meines Lieblingsprojektes für Philip Morris BeNeLux war ich schon drei- oder viermal dort, aber so richtig privat erst einmal. Also wie üblich AirBnB angestrengt und bei Ria, einer wunderbar aufgeschlossenen 70-jährigen Holländerin eine Wohnung gebucht. Man hatte alles was man brauchte. Das Haus, in dem Ria das Erdgeschoss bewohnt und das 1.OG zur Vermietung ausgebaut hat, liegt im Norden Amsterdams und hatte neben Küchenzeile auch allerhand Beleuchtungsschnickschnack. Die Bushaltestelle lag direkt vor der Haustür und der Lidl war fünf Minuten zu Fuß entfernt. In 15 Minuten kommt man mit dem Bus durch den Tunnel zum Amsterdam Central, dem Hauptbahnhof. 

Angekommen mit dem Flix Nachtbus sind wir Montag morgen am Amsterdam Sloterdijk, einem Bahnhof im Westen. Da wurde auch schon das Verkehrskonzept von Amsterdam offensichtlich: Man versucht, so viel wie möglich Verkehr aus der City rauszuhalten. Deshalb existiert in der Grachtenstadt auch ein sehr ausgeprägtes und gut funktionierendes Park- und Ride System.    

Ich liebe die holländische Sprache 😍. Wenn man in Deutschland auf die Warnhinweise der Zigarettenschachteln schaut, heißt es: RAUCHEN IST TöTLICH!. Was sagt der Holländer? 


dodelijk - klingt das nicht wie knuddeln 😂?
Auch das harte deutsche Wort ABSCHLEPPEN hat dort ein süßes Pendant: 


wegsleepregeling - das will man doch am Liebsten mal ausprobieren 😏
In den fünf Tagen bei bestem Wetter haben wir alles gemacht, was der gemeine Touri so eben macht: Grachtenfahrt, Rijstafel gegessen, den Rotlichtbezirk De Wallen erkundet, vor dem Museumsviertel rumgehangen - nur einen Wohnwagen gemietet - aus Solidarität zu den Holländern - haben wir uns nicht....

Am Mittwoch hatten wir das Endspiel im EuropaCup Ajax Amsterdam gegen Manchster United nicht auf dem Plan. Obwohl es in Stockholm stattfand, war halb Holland in Amsterdam auf den Beinen. Allein auf dem Museumsplatz trafen sich 150.000 Menschen zum Public Viewing und da war es natürlich vorbei mit dem überschaubaren Trubel von Montag und Dienstag in der Stadt. Sogar die Statuen wurden zu Fans umgestaltet: 


Erfinder der ärmellosen Batschkapp 😊
 So, jetzt lass ich mal wieder die Bilder für sich sprechen: 






Hausboot mit Fahrrad





Automatenfutter



Wenn ich groß bin, werd' ich ein Wohnwagen 😏

die Dünnwandigen



Die Stadt voller AJAX Fans

Albert Cuyp Markt 

Das NeMo (New Metropolis Museum)



vor dem Rijksmuseum 

Sonntag, 30. April 2017

Kroatien April 2017 - Willkommen bei den "ić's"

Kroatien - Das Land mit der Sprache, die gefühlt ohne Vokale auskommt und die so hart ist, dass freundliche Grußworte teils schon wie Beschimpfungen klingen, das war mein auserkorenes Urlaubsziel für einen Vor-Ostern-Trip. Ich war schon zwei Mal in dem Land und doch noch nie, denn zu der Zeit hieß es noch Jugoslawien und meine Erinnerungen waren teils nicht mehr vorhanden (1973?) und nicht so dolle (Insel KRK in 1989). Kroatien stand für mich einerseits für Steine, Kiesstrände, Steine, klares Wasser, Steine, gemischte Grillplatte, Steine und Nationalstolz. Ich kann es gleich vorwegnehmen: Die Steine sind noch immer da, aber es war ein sehr schöner Urlaub mit viel grüner Landschaft, atemberaubenden Buchten, Kaiserwetter um 22 Grad, Sonne pur und viel mehr Abwechslung als erwartet.... Was aber geblieben ist, ist die Sprache und die vielen Endungen auf (v)ić: 


Willkommen bei den ić's

Los ging es dieses Mal mit Ryan Air ab Karlsruhe Baden-Baden. Hatte den unvergleichlichen Charme, um 7:00 Uhr das Haus zu verlassen und um 12 Uhr auf der Terrasse meines Apartments in Zadar zu sitzen 😊🌞. Marko, mein AirBnB-Gastgeber, nahm sich erst mal die Zeit, mir für eine gute Stunde Tipps zu geben. Im April hat manches Geschäft noch geschlossen und so war er gleich am Telefon, als es z.B. darum ging, ein gutes Peka Restaurant zu finden. Infomaterial hatte er obendrein reichlich in der zweistöckigen Wohnung und so war ich gut im Bilde. Das Apartment hatte auf den Bildern nicht zu viel versprochen: Neu, mit zwei Terrassen, hell und traumhaft gelegen: Direkt über die Straße befand sich die Adria mit einem kleinen Bootshafen und einem Restaurant in unmittelbarer Nähe: 

Bootshafen Zadar Diklo genau gegenüber meiner Unterkunft 😏 

Den Link zu Markos Unterkunft gibt es hier

Mit dem Mietwagen (Skoda Fabia) ging also meine 1800 Kilometer Tour los: Hauptsächlich entlang der Küste, aber auch auf Autobahnen, ins Landesinnere und über manche Anhöhe. Dabei spielte das Wetter manches Mal Kapriolen. Auf dem Weg zum Nationalpark Plitvicer Seen fuhr ich bei 14 Grad los, fünf Minuten später gab der Frostwarner im Auto bei vier Grad Laut. Noch extremer war es auf einem Teilstück der Autobahn, als plötzlich ein Schild mit "40" und Schnee auftauchte 🙈. Am Straßenrand stand ein Bauarbeiter mit Fahne, der winkte und kurz darauf ein Abschnitt, auf dem auf etwa 200 Meter alles weiß war. Die Temperatur im Auto fiel unmittelbar von 17 auf 11 Grad und danach ging es wieder normal weiter. Es sah aus die Schneematsch, muss aber eine Wetterscheide mit Hagel gewesen sein ⛄.

Ansonsten war das Wetter wie bestellt: Kurze-Hosen-Klima bei sonnigen 20-23 Grad, ideales Reisewetter. Die Vorsaison brachte für meine Interessen größtenteils Vorteile: Es war wenig bis nichts los, was mir in Parks oder touristischen Städten sehr entgegen kam. Mein Ziel war es aber auch, viel zu fotografieren. Geht man um die Jahreszeit zum Partymachen hin, wird man vermutlich enttäuscht. Bei mir war aber immer frühes Aufstehen angesagt (Sonnenaufgang gab es um 6:25 Uhr) und zeitiges in die Heia-Gehen. 
Vorsaison hat aber den weiteren Vorteil, dass viele Parkplätze erst ab Juni kostenpflichtig sind. Zum KRKA Nationalpark sind wir morgens mit den Boot zu Neunt ab Skradin übergesetzt. In der Hochsaison sind das vermutlich x mal so viele.     

Geschäftsidee für's nächste Leben: Fahnenfabrikant in Kroatien werden 😀


Sitten und (Ge)Bräuche in Kroatien


Ein Brauch, den mir noch niemand richtig erklären konnte, sind die aufgehängten Regenschirme in Kroatien: 

Fußgängerzone in Karlovac

Fußgängerzone in Karlovac

Man sagte mir, dass es in Kroatien ein Brauch aus der Stadt Cestina sei, wobei Cestina auch das Wort für "Regenschirm" ist. Habe zwar einen Artikel dazu gefunden, aber scheint keine besondere Bedeutung zu haben. Ist aber auf jeden Fall schön anzusehen, gibt es auch in der geschlossenen Variante: 



Innenhof in Split

Innenhof in Split
Auch einen Osterbrunnen habe ich in Karlovac gefunden - und mit was für Eiern 👀: 

Terrakottabrunnen von Karlovac


Der Schirm hilft sicher gegen's Schmelzen
Dreifaltigkeitskirche (Crkva svetoga trojstva) von Karlovac mit Pestsäule und Terrakottabrunnen


WiFi in Kroatien


Für mich als Mensch ohne Roamingvertrag sehr wichtig ist WLAN und in Kroatien mal wieder viel besser gelöst als bei uns in good old Germany. Hier ist in fast jedem Café WLAN verfügbar. Die Einwahl ist denkbar einfach. Man bestellt einen Kaffee und auf dem Thermobeleg mit angedruckt steht das Passwort zum eigenen WLAN 😎. In Portugal hat man WLAN in den Nahverkehrs(!)bussen und in Deutschland startet man große Werbekampagnen und macht ein Bohei darum, wenn in einer Stadt wie Hamburg zwei U-Bahnstationen mit Hotspots aufgerüstet werden....

An Plätzen mit vielen Touristen (Zadar Altstadt, KRKA Nationalpark, Flughafen) ist öffentliches WLAN mit kostenfreier Einwahl verfügbar. Wo gibt es das denn bei uns? Verstehe: "Das Internet ist ja für uns alle noch Neuland..." 😏

Die Sache mit den Ampeln 


Ampeln weisen ja öfters mal landesspezifische Besonderheiten auf. In Übersee hängen Sie meist auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung oder schalten direkt von Rot auf Grün oder oder. In Kroatien fand ich es sinnvoll, dass die grünen Ampeln an Kreuzungen und größeren Straßen erst mal grün blinken, bevor sie auf Gelb schalten. 

Zuerst witzig, dann aber sinnvoll fand ich die quer liegenden Ampeln an Kreuzungen. Hatte was von Formel 1 🚜💨💨💨

Achtung: Jetzt kommt's gleich 🚦

Wenn die vertikalen Ampeln mal aus sind, nimmt man eben horizontale 🚥😏
Dalmatien ist die Küstenregion Kroatien und die touristisch am weitesten entwickelte. In Dalmatien gibt es vier große Städte: ZadarŠibenikSplit und Dubrovnic. Zadar und Split will ich nachfolgend beschreiben, Šibenik im Rahmen des Küstenstädte Posts und nach Dubrovnic kam ich nicht, das war mir schlicht zu weit im Süden.

Zadar


In Zadar war ich schon mal als Vierjähriger, aber mangels Erinnerung kann ich noch nicht mal sagen, ob es sich sehr verändert hat 😏. Ryan Air fliegt Zadar von Karlsruhe Baden-Baden an, deshalb wurde das meine Zieldestination. Zadar ist aber generell sehr gut als zentraler Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Küste geeignet. Eine antike Stadt mit einer Altstadt, die sich auf einer vorgelagerten Insel befindet, die u.a. über eine Fußgängerbrücke mit der Stadt verbunden ist. 

Fußgängerbrücke zur Altstadt nach Sonnenuntergang
Ich war in Diklo untergebracht, etwa 7 Kilometer nördlich des Zentrums an der Küste gelegen. Zadar selbst bietet neben den antiken Teilen auch alle Bestandteile einer modernen Stadt mit Shopping Malls und freiem WLAN in der Altstadt. Ein Imagevideo dazu gibt es hier.  

Blick auf Zadar
Besonderheiten, welche die Altstadt zu bieten hat, sind neben dem Kopfsteinpflaster die Meeresorgel und der Sonnengruß

Die Meeresorgel erzeugt Klänge des Meeres. Klingt wie Walgesänge und ist ein beliebter Ausflugsort zum Sonnenuntergang. 

Menschen an der Meeresorgel
Der Sonnengruß ist eine runde Konstruktion aus Solarpanels, die zum einen die Sonne reflektiert, sich aber auch auflädt und nach Sonnenuntergang ein LED-Spektakel fabriziert.


Sonnengruß Zadar 
 Anastasia Kathedrale und archäologisches Museum


Kirche Sv. Donat 
Marina Yacht Club
Die Altstadt ist typisch dalmatisch: Enge Gassen wechseln sich mit Plätzen ab, an denen Menschen in der Sonne sitzen. Die alte Stadtmauer untermalt den antiken Eindruck ebenso wie die hellen, glatten Pflastersteine

Trg Pet Bunara (Fünf-Brunnen-Platz) 
Altstadt - Dackelperspektive


Split


Die größte Stadt an der kroatischen Küste ist Split. Auffallend viele, vorwiegend asiatische Touristen waren dort anzutreffen. Viele im Sinne von "viel" im April. Die wollten neben der mediterranen Strandpromenade auch das ganze "alde Zeichs" sehen, das Split zu bieten hat:  

Strandpromenade

Strandpromenade

Aldes Zeichs

Schmale Gassen in der gesamten Altstadt

    

KRKA Nationalpark

Der KRKA Nationalpark bei Šibenik ist so etwas wie der kleine Bruder des Nationalpark Plitvicer Seen. Auch hier wurden Teile der Winnetou-Verfilmungen gedreht. Ich spreche von denen mit Pierre Brice - nicht von denen mit Gojko Mitic - wir hatten Westfernsehen 😁. 

Da morgens auch hier das beste Licht ist, nahm ich die erste Fähre um 8:00 Uhr morgens ab Skradin. Wir waren neun (!) Touris beim Übersetzen, in der Hochsaison sind das um die Uhrzeit sicher Hunderte. Der Eintritt ist saisonabhängig, 110 Kuna (circa 15 Euro) waren es in der Vorsaison. 


Skradin

Überfahrt zum Nationalpark













Die Küstenstädte

Von der Kvarner Bucht bis nach Split (soweit bin ich gekommen) gibt es zahlreiche pittoreske Städte, die malerisch vom blau-grünen Wasser der Adria umspült werden. Wobei - wenn man ehrlich ist, ist die Adria ja auch eher ein ruhendes Gewässer - mit umspülen ist da nicht viel 😏. Jedenfalls gibt es Städte, die etwas vorgelagert als Insel ins Meer ragen, andere wiederum liegen in einer Bucht und schon die Fahrt darauf zu ist ein Erlebnis. 


Senj


Bei Senj ist genau das der Fall: Die Anfahrt über Serpentinen von 700 Meter über dem Meeresspiegel in die Bucht ist traumhaft schön. 


Serpentinen Straße nach Senj





Das nenn' ich mal klares Wasser 😵









Biograd na Moru


Biograd, das kroatische "Weißenburg" besticht durch seinen Yachthafen mit über 1000 Liegeplätzen. Schon ganz nett anzusehen, was sich dort tummelt: 











Trogir 


Trogir ist die Stadt, die mir persönlich am Besten gefallen hat. Das mediterrane Flair liegt nicht nur in der Luft, sondern wird auch durch Palmen und schöne Plätze zum Draußensitzen untermalt. Unmittelbar hinter der Stadtmauer zahlreiche verwinkelte Gassen wie oft in kroatischen Städten. Der Unterschied bei Trogir ist, dass viele Eingangstüren im 1. OG liegen und über eine (Stein-)Treppe erreichbar sind. 







 









Primošten


Primosten mit seiner Insellage hat einen schönen Rundweg, der am Wasser entlang führt. 

















Šibenik


Šibenik ist die Geburtsstadt von Dražen Petrović, dem "Mozart des Basketballs": NBA-Spieler und als einer der besten Spieler Europas gelistet. 







 




Link zu mehr Fotos

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